Der Regenwasserspeicher befindet sich an der Ostseite des Forschungsgewächshauses.
In dem Vorratsbecken können ca. 380 m³ Regenwasser gespeichert werden. Mit der Regenwassernutzung leistet die Gewächshausanlage einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.
Funktionsweise: Das anfallende Regenwasser (ca. 540 mm Jahresniederschlag am Standort Dahlem) wird auf 2700 m² Gewächshausdachfläche gesammelt und läuft anschließend durch ein wartungsfreies Filtersystem. Dessen Wirkungsprinzip realisiert bei sinkender Filterleistung eine nahezu vollständige und vollautomatische Selbstreinigung der Edelstahl Filterflächen. Ermöglicht wird diese Reinigungsschaltung über eine Volumenstromermittlung im Zu- und Ablauf des Filters. Ist eine Reduzierung der Filterleistung messtechnisch ermittelt, reinigen spezielle Düsen das Filtersieb von inkrustierten Bestandteilen und Biogeflecht. Weitere Wassermengen spülen die gelösten Verunreinigungen in eine nachgeschaltete Entwässerungsanlage. Das gefilterte Regenwasser gelangt dann in eine kleine Zisterne. Ist in dieser ein bestimmter Wasserstand erreicht, fließt das Wasser durch einen Überlauf in einen Pumpenschacht (ca. 10 m³ Fassungsvermögen). Von dort wird das Wasser, mittels mehrstufiger Kreiselpumpen, in den großen Regenwasserspeicher gepumpt. Hat dieser sein maximales Fassungsvermögen von ca. 300 m³ erreicht, wird das Restwasser automatisch in die Kanalisation abgeleitet.
Eine Pumpenstation fördert das Regenwasser aus dem Vorratsspeicher in das Gewächshaus. Die Station ist als Nutzwasserversorgungsanlage mit zwei selbstansaugenden, horizontalen Hochdruck-Kreiselpumpen konzipiert. Die Pumpen arbeiten im Wechselbetrieb bzw. bei Spitzenbedarf im Parallelbetrieb. Die Pumpen sind über eine Saugleitung mit dem Regenwasserspeicher verbunden. Bei Regenwassermangel schaltet die Anlage automatisch auf Nachspeisung aus dem Trinkwassernetz um. |