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Am 30. September und 1. Oktober fand in Berlin eine Veranstaltung des VDL, des Deutschen Bauernverbandes, des vlf und des Verbandes der Landwirtschaftskammern zum Thema Agrarstudium in Deutschland - Wohin geht der Weg? statt.Auf der Tagung haben Vertreter von Hochschulen, Wirtschaft, Studierenden, Verbände und Agrarverwaltung eine Zwischenbilanz zur Bologna-Reform gezogen sowie Perspektiven und eventuell notwendige Verbesserungen aufgezeigt
Deutschland steht im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe. Gemeinsam mit seinen europäischen Nachbarn wurde im Jahr 1999 der Bologna-Prozess mit der Zielsetzung gestartet, bis zum Jahr 2010 einen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Diese Reform hat das deutsche Studiensystem stark verändert. Mittlerweile haben im Agrarbereich alle Hochschulen ihre Studiengänge vom Diplom auf den Bachelor (BSc.) und Master (MSc.) umgestellt. Die ersten Bachelor- und Masterabsolventen mussten sich bereits dem Arbeitsmarkt stellen.- Über die bisherigen Entwicklungen und Erfahrungen bei der Umstellung des agrarwissenschaftlichen Studiums auf Bachelor- und Masterabschlüsse berichteten u. a. Prof. Dr. Martin Braatz von der Fachhochschule Rendsburg und Vorsitzender des Fachbereichstages Fachhochschulen sowie Prof. Dr. Karl H. Mühling, Pressesprecher der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät an der Kieler Christian-Albrechts-Universität.
VDL-Präsident, Markus W. Ebel-Waldmann ging der Frage nach, ob die Ziele der Bologna-Reform wirklich erreicht wurden oder ob die Reform vielleicht sogar gescheitert ist. Führende Vertreter der Agrarwirtschaft erläuterten, welche Anforderungen sie an die Fach- und Führungskräfte stellen und ob diese von den bisher ausgebildeten Bachelor- und Masterabsolventen erfüllt werden. Dabei gingen Henning Dettleff von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und Dr. Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, auch darauf ein, welche Schwerpunkte die agrarwissenschaftlichen Hochschulen bei der künftigen Hochschulausbildung aus Sicht der Wirtschaft stärker setzen sollten.
Prof. Dr. Uwe Schmidt stellte auf diesem Forum das AgrosNet-Netzwerk vor und diskutierte mit den Teilnehmern über Möglichkeiten, Chancen und Schwierigkeiten bei der Netzwerkbildung zwischen Universitäten unterschiedlicher Europäischer Länder und unterschiedlicher Bundesländer (siehe Präsentation).
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